fotografie

Man sagt: «Heute kann jeder gute Fotos machen; die Technik erlaubt es!» Ich sage: «Die Technik unterstützt uns in vielem, aber nicht bei guten Fotos!» Wer hat recht? Um diese Frage beantworten zu können, muss zuerst «ein gutes Foto» definiert werden.

 

Leica hat aus meiner Sicht einen passenden Ansatz dazu. Der Fotograf wird anhand der Technik unterstützt; er soll so einfach wie möglich über das Wesentliche und den perfekten Moment entscheiden können. Daraus ergibt sich dann ein gutes Foto. Ich gehe noch etwas weiter und sage, dass jeder aus einer guten Situation ein alltägliches Foto machen kann; mit der heutigen Technik so oder so. Um aber aus einer alltäglichen Situation ein gutes Foto machen zu können, braucht es mehr als nur gute Technik.  Es braucht die Fähigkeit des Sehens und die Fähigkeit des Erkennens. 

 

Glaubt man Leica Camera AG und meiner kleinen fotografischen Erfahrung, muss die erste Hyptohese dementiert und die zweite Hypothese bestätigt werden. Die Technik ist unweigerlich wichtig für ein gutes Foto, über die Geschichte im Foto entscheidet aber immer noch der Fotograf.

 

Weiter schreibt Leica: Jedes Foto erzählt eine Geschichte, die Geschichte des Fotografen. Es ist seine Perspektive, sein Motiv, seine Entscheidung. Er geht dorthin, wo andere vorbeieilen. Er bleibt geduldig, wo Andere aufgeben. Und er steht auf, wo Andere sich ducken. 

 

Für mich bedeutet die Fotografie beobachten, erzählen, festhalten und einen Standpunkt einnehmen; eben halt Geschichten erzählen. Geschichten über den Alltag und dabei Selbstverständliches in den Mittelpunkt rücken.